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Gefäßrisiko?

Ein Verwandter ist an einem arteriosklerotischen Leiden erkrankt, oder Sie machen sich Sorgen, dass es aufgrund verschiedener Risikofaktoren oder Stoffwechselerkrankungen zu Verkalkungen gekommen ist? Zunächst sollten Sie im Rahmen einer Gesundenuntersuchung beim Arzt für Allgemeinmedizin Ihr Risikoprofil abklären lassen. Dazu gehören Blutdruck, Körpergewicht, Fettstoffwechsel, Zuckerstoffwechsel, Nierenfunktion, Rauchverhalten und Lebensstil. Bei auffälligen Befunden wird er Ihnen eine nähere Abklärung empfehlen. 

Es gibt eine Anzahl von Untersuchungen, die Arteriosklerosemanifestationen in verschiedenen Organen bereits im Frühstadium entdecken und deren Ursache identifizieren können. 

Eine Gefässabklärung gibt Ihnen Auskunft.

bulletErgometrie (Belastungs-EKG), Herzultraschall
bulletUltraschall der Halsschlagadern
bulletDurchblutungsmessung der Beine
bulletFunktions- und Ausscheidungsprüfung der Nieren
bulletAugenärztliche Untersuchung

Wir sollten danach gemeinsam erarbeiten, wie Sie durch aktive und motivierte Änderung ungesunder Lebensgewohnheiten und medikamentöse Maßnahmen ein gesundes Leben führen können, Organschäden vorbeugen oder stoppen können: 

bulletBlutdrucktherapie
bulletBehandlung der Blutfette   
bulletBehandlung des Übergewichts 
bulletBehandlung der Zuckerkrankheit
bulletVerbesserung der Nierenfunktion
bulletRaucherentwöhnung

 

Blutdruck.

Kennen Sie die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation bezüglich einer optimalen Blutdruckeinstellung? Ihr Blutdruck sollte in der Regel 135/80 nicht übersteigen (die Fachgesellschaften sind in letzter Zeit davon abgekommen, besonders tiefe Werte als besonders günstig zu betrachten). Konstant höhere Werte führen zu Gefäßverkalkung und erhöhen Ihr Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, und verkürzen insgesamt die Lebenserwartung durch Schädigung des Herzens, der Arterien und der Nieren. Es reicht nicht, bei erhöhtem Blutdruck ein Medikament zu nehmen, sondern es muss damit auch der oben genannte Zielwert erreicht werden. Andernfalls ist eine Kombinationstherapie erforderlich, die manchmal eine geduldige Einstellung erfordert. Sie selbst können einen wertvollen Beitrag leisten, indem Sie im Fall von Übergewicht dieses reduzieren und sich viel bewegen, sowie ihren Salzkonsum einschränken. Gelassenheit und ein stressarmer Lebensstil sind ebenfalls oft sehr hilfreich. Trotzdem muss festgehalten werden, dass bei vielen Menschen ihr Bluthochdruck nicht Folge eines ungesunden Lebenswandels ist, sondern schicksalhaft aufgrund erblicher Belastung auftritt. 

 

Blutfette.

Ihr LDL als wichtigster Zielwert im Fettstoffwechsel sollte optimal unter 130 liegen, und sogar unter 70, wenn Sie Diabetiker sind oder bereits an Gefäßverkalkungen leiden bzw. einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben.
Ihr HDL sollte günstigerweise über 45, und Ihre Triglyceride sollten optimal unter 150 mg/dl betragen.
Sind Sie davon entfernt? In Zusammenarbeit mit einem Spezialisten versuchen Sie eine Lebensstilmodifikation, sollte das nicht ausreichen, benötigen Sie vielleicht eine Therapie mit einem Cholesterinsenker.

 

Übergewicht.

Messen Sie Ihren Bauchumfang. Bei Männern beträgt die Grenze 102cm, bei Frauen 88cm. Geht Ihrer darüber hinaus, sind Sie übergewichtig. Das Übergewicht ist aber krankmachend, weil es zu Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten, erhöhter Harnsäure und Neigung zur Zuckerkrankheit führt. Darüber hinaus schädigt es die Wirbelsäule und die Gelenke, woraus Abnützungen (Arthrosen) entstehen. Schmerzen die Gelenke, bewegt man sich weniger und das Gewicht steigt weiter: ein Teufelskreis entsteht.
Wichtig ist deshalb, Ihr Gewicht zu reduzieren: durch Veränderung Ihres Lebensstils, durch gesunde Ernährung und Bewegung. Viele Menschen brauchen dazu eine Unterstützung und Motivation durch einen Psychologen. Die Rehabilitationszentren für Diabetes und Stoffwechselerkrankungen haben mittlerweile sehr gute Programme, wie Sie in wenigen Wochen das lernen, was Sie danach im Alltag weiter leben können. Bei starkem Übergewicht ist in seltenen Fällen auch eine operative Magenverkleinerung (Magenband, Magenbypass) in Zusammenarbeit mit psychotherapeutischer Betreuung möglich.

 

Diabetes.

Die Zuckerkrankheit ist als Zivilisations- und Wohlstandserkrankung weltweit besorgniserregend im Vormarsch. Bereits frühe und nur durch Zufall (oder sorgfältige Untersuchung) entdeckte Formen erhöhen das Risiko für Gefäßverkalkungen. Eigentlich gehört der Diabetes bereits am Beginn seiner Entstehung, nämlich in seinen Vorformen behandelt.  Lesen Sie Details hier

 

Nierenerkrankungen.

Diabetes und hoher Blutdruck wurden in unseren Breiten zwischenzeitlich zu den häufigsten Ursachen einer schweren Niereninsuffizienz. Bereits jeder zweite Dialysepatient ist Diabetiker, und der Anteil der Patienten mit schlecht eingestelltem Bluthochdruck ist ständig im Steigen. Nierenerkrankungen führen jedoch selbst wiederum zu hohem Blutdruck, und - wie man inzwischen weiß - bereits in Frühstadien zu starken Gefäßverkalkungen, woraus ein Teufelskreis entsteht. Die  zielführenden Maßnahme ist die Früherkennung, und daraus resultierend der Therapie der auslösenden Ursache, sowie eine spezielle Form der Blutdrucktherapie mit bestimmten Arzneimitteln, womit die Nierenerkrankung gestoppt und meistens noch gebessert werden kann.
Lesen Sie mehr
hier.

 

Rauchen

Die Warnungen auf Zigarettenpackungen sehen nicht einfach hässlich aus, sie sind es auch - weil sie wahr sind. Je schneller Sie das Rauchen aufgegeben haben, desto eher steht Ihnen der Weg in eine gesunde Zukunft offen. Dabei geht es nicht nur um die durch Teer und Kohlenmonoxyd hervorgerufenen Gefäßverkalkungen (Raucherbein, Herzinfarkt und Schlaganfall können daraus resultieren), sondern auch um Krebserkrankungen (nicht nur Lungenkrebs, sondern auch Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen-, Nieren- und Blasenkrebs sind gehäuft) und das chronische Lungenleiden (Emphysem, chronische Bronchitis oder COPD genannt), das in fortgeschrittenen Stadien schon bei geringen Bewegungen Luftnot hervorruft. Das Nikotin ist eines der stärksten Suchtmittel und bei vielen Menschen ist die Abhängigkeit enorm. Nicht einfach verbissener eiserner Wille, sondern positive Selbstmotivation und der Glaube an eine rauchfreie glückliche Zukunft sind der Schlüssel zum Erfolg. 

 

 

 

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Copyright © 2011 Dr. Gerald Schnürer, Portraits mit freundlicher Genehmigung von Foto Schuster, 1150 Wien
Stand: 08. August 2014