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__________________________ Leistungen Standort Dr.
Gerald Schnürer
Dr. Michaela Schieder
unser Team
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| DIABETES
Der Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, ist eine stark im Steigen begriffene Zivilisationskrankheit, man spricht mittlerweile von einer Diabetesepidemie. Man unterscheidet dabei den seltenen Typ I, der von Beginn an Insulin benötigt, vom Typ II, der die viel häufigere Form darstellt und gewissermaßen eine Wohlstandskrankheit ist. Das Fehlen von Beschwerden über lange Zeit, während im ganzen Körper bereits Gefäßverstopfungen (Arteriosklerose) auftreten, macht den Diabetes so tückisch.
Wir
behandeln den Diabetes nach
modernsten Erkenntnissen, und therapieren als Experten die Begleiterkrankungen des
Diabetes (arteriosklerotische Erkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht,
Fettstoffwechsel, Nierenerkrankungen). Wir machen regelmäßige
Kontrollen auf diabetesbedingte Langzeitfolgen, bzw. behandeln sie, wenn sie
bereits eingetreten sind. In Zusammenarbeit mit Neurologen und Augenarzt
werden Nervenstörungen und Netzhautveränderungen der Augen behandelt. Ziel der Therapie ist die Steigerung des Wohlbefindens, sowie die Vermeidung von Folgeschäden (siehe unten), die durch mangelhafte Blutzuckereinstellung auftreten. Zur Beurteilung dient dazu nicht nur die Blutzuckermessung, sondern auch der Langzeitwert: Kennen Sie Ihren HbA1c-Wert? Er sollte unter 7,0% sein, damit Folgeschäden verhindert werden. Von allzu ehrgeizigen Versuchen, den HbA1c zu senken, ist man allerdings in letzter Zeit wieder abgekommen. Doch nach wie vor ist die erfolgreiche Therapie am meisten an Ihre Mitarbeit gebunden. Der HbA1c-Wert sollte viertel- bis halbjährlich bestimmt werden, und die Therapie bei schlechten Werten geändert werden.
Informationen rund um den Diabetes mellitusDas Insulin
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Herzinfarkt, koronare Herzerkrankung | |
Schlaganfall | |
Schaufensterkrankheit, PAVK, diabetischer Fuß | |
Erblindung durch diabetische Retinopathie | |
Nierenschädigung durch die diabetische Nephropathie | |
Potenzproblemen |
Weiters
führt hoher Blutzucker zu Nervenschädigungen,
die diabetische Neuropathie genannt werden:
Sie führen zu Taubheitsgefühl, Kribbeln, brennenden Schmerzen, Kraftlosigkeit
in den Beinen, selten auch in den Armen, zu einer verminderten Reaktion des
Kreislaufs auf Stress im sympathischen Nervensystem, sowie zu Magen- und
Blasenentleerungsstörungen.
Die Folgeschäden des Diabetes treten jedoch manchmal bereits vor dem Erkennen des Diabetes auf. Bei jedem zweiten Herzinfarktpatient stellt sich heraus, dass er bisher unerkannter Diabetiker ist oder zumindest schon eine Vorstufe des Diabetes hat.
Folgeerkrankungen sind vermeidbar. Wie wir mittlerweile wissen, sind die Folgeerkrankungen durch eine gute Therapie und gute Blutzuckerspiegel abhängig vom Ausmaß vermeidbar, stoppbar, eventuell rückgängig zu machen, in jedem Fall aber verlangsambar.
Während
früher der allgemeine Rat war, generell alle Kohlenhydrate (Glucose, Zucker,
Stärke usw.) zu vermeiden, setzen wir nun auf eine gesunde Ernährung. Diese
besteht vor allem in der Aufnahme fettarmer, gesunder, hochwertiger Ernährung
(auch als "Mittelmeerdiät" bekannt). Süßspeisen sind ein gelegentliches
Genussmittel, aber nicht regelmäßiger Bestandteil der Ernährung, und fette
Fleischspeisen sind generell zu meiden. Die Basis stellt die reichliche Zufuhr
von (nicht zu süßem) Obst und Gemüse dar, die wegen der Ballaststoffe schneller zu
Sättigungsgefühl führen. Kohlenhydrate sollten möglichst wenig verarbeitet
verspeist werden: ein Vollkornbrot ist gesünder als eine Semmel, und eine
Kartoffel besser als ein Knödel. Künstliche Fette und Margarinen sind durch
Öle (Olivenöl, Erdnussöl, Rapsöl, Sesamöl, Mohnöl) ersetzbar. Alle diese
Maßnahmen sind jedoch nicht nur Diabetikern, sondern allen Menschen als gesunde
Ernährung zu empfehlen.
Während der schlanke Diabetiker bei
entsprechender Insulintherapie (intensivierte Insulintherapie oder funktionelle
Insulintherapie) sich keinen weiteren Einschränkungen aussetzen muss, sollte
der übergewichtige Typ II Diabetiker in erster Linie sein Gewicht reduzieren.
Die Gewichtsreduktion und die gesunde Ernährung sind der Schlüssel zu einer
erfolgreichen Therapie und einer gesunden Zukunft. In einer Diabetesschulung
lernen Sie alles erforderliche Wissen.
Broteinheiten sind ein Hilfsinstrument von insulintherapierten
Diabetikern, die ihnen helfen,
- die in der Nahrung enthaltene Glucose abzuschätzen und dementsprechend ihre
Insulindosis anzupassen,
- oder, bei fixem Insulinschema, den Glucosegehalt ihrer Mahlzeiten entsprechend einem festgelegten Tagesplan einzuteilen.
1 Broteinheit= 10-12g Glucose
Die Kenntnis um Broteinheiten bedarf einer eigenen Schulung.
Die moderne Diabetestherapie kann auf zunehmend mehr Substanzen zurückgreifen,
wobei Diabetesspezialisten
wissen, welche Kombinationstherapien für welche Patienten in Frage kommen.
Tabletten:
Sulfonylharnstoffe:
Sie pressen der Bauchspeicheldrüse noch höhere Mengen an Insulin aus. Man
nimmt sie meist morgens etwa eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten, manchmal auf
2 Einzeldosen und manchmal auch nur abends. Nachteil ist das bei den meisten
Präparaten bedeutsame Risko einer Unterzuckerung, sodass nur mehr zwei Präparate
gebräuchlich sind, und dabei kommt dem Gliclacid mittlerweile eine einzigartige
Stellung aufgrund des guten Sicherheitsprofils zu.
Metformin:
bewirkt eine Verbesserung des Ansprechens des Gewebes auf das Insulin, das
Schloss verbessert sich. Wird nach Möglichkeit auf 2 mal täglich 1000mg
gesteigert, und kann am Anfang der Therapie Blähungen und Appetitlosigkeit
hervorrufen. Voraussetzung ist eine einwandfreie Leber- und Nierenfunktion,
ansonsten kann es zu lebensbedrohlicher Übersäuerung kommen. Bei gesunder
Organfunktion ist die Therapie bedenkenlos.
Resorptionshemmer (Alpha-Glucosidasehemmer):
bewirken eine verzögerte Aufnahme von Glucose vom Darm in die
Blutstrombahn. Sie haben keine direkt blutzuckersenkende Wirkung, weswegen ihre
Wirkung begrenzt ist. Als
Nebenwirkung tritt häufig Blähung und Durchfall auf, womit sie keine große
Rolle in der Therapie spielen.
Releaser (Glinide):
bewirken eine vermehrte Ausschüttung von Insulin zu den Mahlzeiten. Ihre
Wirkung tritt schnell ein und währt nur kurz, weswegen sie unmittelbar zu
Beginn der Hauptmahlzeiten genommen werden. Nachdem sie ein nicht unbedeutendes
Risiko für Unterzuckerungen haben, gelten sie nur mehr als Nischenpräparat.
Sensitizer (Glitazone):
Bewirken ähnlich wie Metformin ein erhöhtes Ansprechen auf Insulin. Sie
führen aber zu einer vermehrten Wassereinlagerung ins Gewebe und häufig zu
Fettzuwachs, weiters besteht ein Osteoporoserisiko.
Voraussetzung für die Therapie ist eine einwandfreie Leber- und Herzfunktion,
eine eingeschränkte Nierenfunktion ist hingegen keine Kontraindikation. Auch
wenn sie über eine hervorragende blutzuckersenkende Wirkung verfügen, kommen sie
aufgrund der Nebenwirkungen und fehlender Daten zum langfristigen Nutzen nur
mehr selten zum Einsatz.
Sensitizer (Glitazare):
Diese sollen die selben Wirkungen entfalten wie die Glitazone, und zusätzlich
erhöhte Blutfettwerte senken. Die bisher entwickelten Substanzen sind wegen
häufiger Nebenwirkungen nicht zugelassen worden. Die Erforschung besser
verträglicher Vertreter dieser Substanzklasse ist aber von der Pharmaindustrie
noch nicht ganz aufgegeben worden.
DPP4-Hemmer (Gliptine):
Sie hemmen den Abbau des Hormons GLP-1. Höhere Spiegel von GLP-1 führen zu
vermehrter Insulinfreisetzung, zur Hemmung von Glucagon, beschleunigter
Magenentleerung und reduziertem Hungergefühl. Auf diese Weise kommt es zur
Senkung des Blutzuckers. Gliptine scheinen eine hervorragende Wirksamkeit vor
allem dann zu haben, wenn sie bald nach Diagnosestellung eingesetzt werden. Sie
lassen sich besonders gut mit Metformin kombinieren, eine Kombination mit
Sulfonylharnstoffen oder Insulin ist nur in Einzelfällen sinnvoll, eine
Kombination mit SGLT-2 Inhibitoren ist jedoch sehr sinnvoll. Nachdem diese
Präparate keine schwerden Unterzuckerungen hervorrufen können, haben sie sich
breit als Alternative zu den Sulfonylharnstoffen durchgesetzt.
Inkretinmimetika-
GLP1-Agonisten:
Exenatide: Ist ein biotechnologisch nachgemachter Stoff aus dem Speichel der
Gila-Krustenechse, und dem GLP-1 so ähnlich, dass es im Menschen die selbe
Wirkung entfaltet.
Liraglutid, Lixisenatid, Dulaglutid: sind biotechnologisch produzierte Analoga des menschlichen
GLP-1.
Inkretinmimetika müssen als Injektion unter die Haut gespritzt werden. Sie sind
sehr teuer und nur mit chefärztlicher Genehmigung verschreibbar.
Die bisherigen Erfahungen und Forschungsergebnisse
sind sehr positiv. Aufgrund des
appetitzügelnden Effekts sind sie auch zur Gewichtsreduktion sehr gefragt.
Kombinierte
GIP/GLP1-Agonisten:
Tirzepatid: ist der erste zugelasseneVertreter dieser Gruppe und wird vom
Hersteller vorwiegend zur Gewichtsreduktion beworben.
SGLT2-Inhibitoren:
Bewirken eine Blutzuckersenkung durch vermehrte Glucoseausscheidung über den
Harn. Die Forschungsergebnisse sind phänomenal, die Präparate
führen nicht nur zur Blutzuckersenkung, sondern schützen vor und behandeln auch
Nieren- und Herzinsuffizienz.
Insulin:
Humaninsuline:
gibt es als kurzwirksame Altinsuline und als langwirksame
Verzögerungsinsuline, und sie sind auch in fixer Kombination erhältlich (Mischinsuline).
Insulinanaloga:
Sind veränderte Formen von Insulin, bei denen entweder:
die Wirkung schneller eintritt als bei Altinsulin, oder
die Wirkung länger anhält als bei Verzögerungsinsulinen.
Insulinanaloga sind den Humaninsulinen überlegen, jedenfalls, was
Steuerbarkeit und Hypoglykämierisiko betrifft.
Alle Insuline und Insulinanaloga werden bereits seit vielen Jahren
ausschließlich biotechnologisch hergestellt.
Insulinschemata:
Basal unterstützte Orale
Therapie (BOT):
Hier liegt der Schwerpunkt auf der Tablettentherapie. Vor dem Schlafengehen
wird ein Verzögerungsinsulin gespritzt, damit die Bauchspeicheldrüse nachts
entlastet wird.
Konventionelle Insulintherapie (CT, ICT):
Hier wird meist zwei bis drei mal täglich ein Mischinsulin oder Altinsulin zu festgelegten Tageszeiten verabreicht.
Manchmal ist auch nur die einmalige
Verabreichung von Insulin sinnvoll. Die
Nahrungsaufnahme und die Anzahl der Broteinheiten richtet sich bei der CT nach der Insulintherapie,
bei der ICT richtet sich die Insulindosis ähnlich wie bei der FIT nach der
Nahrungsaufnahme.
Funktionelle Insulinherapie (FIT):
Zu fixen Zeiten wird zweimal täglich der nahrungsmittelunabhängige
Insulinbedarf (Basis) in Form von Verzögerungsinsulin verabreicht, und abhängig von
den Mahlzeiten und deren Kohlenhydratgehalt wird ein schnell wirksames
Insulin(analogon) gespritzt (Bolus): die Insulinmenge richtet sich nach der
Nahrungsaufnahme und den enthaltenen Broteinheiten. Gerade Typ I Diabetiker sollten auf diese
Therapieform eingeschult werden.
Insulinpumpe:
Die Funktionelle Insulintherapie kann auch mit einer Insulinpumpe erfolgen.
Dabei wird von einem Gerät Insulin aus einer handelsüblichen Patrone über einen
Schlauch und eine liegende dünne Nadel dem Körper zugeführt. Die Basalrate
erfolgt durch kontinuierliche Abgabe, und bei Nahrungsaufnahme kann man eine
entsprechende Dosis als Bolus zuführen. Diese Therapie wird von Typ I
Diabetikern zunehmend geschätzt. Die Schulung kann nur in spezialisierten
Zentren erfolgen, bei Typ I Diabetikern übernimmt die Kasse die Kosten.
Die Möglichkeit, die Dosis nach
den Messergebnissen einer kontinuierlichen Zuckermessung (CGM) weitgehend
automatisiert vom Mikrocomputer der Pumpe anpassen zu lassen, ist
mittlerweile am Markt erhältlich,
Angst vorm Insulinspritzen?
Insulin macht
nicht "abhängig". Wenn Sie zu wenig Insulin produzieren, muss es aber
mittels Injektionen ersetzt werden. Dies hat nichts mit einem Suchtverhalten zu tun.
Die Industrie hat große Anstrengungen unternommen, den Diabetikern das
Insulinspritzen zu erleichtern. Die modernen Spritzen mit austauschbaren
Patronen, sowie die Einmalpens haben die Form einer Füllfeder und werden eben deshalb Pen genannt. Die
Nadeln sind sehr dünn, denn sie müssen nur wenige Millimeter unter die Haut
eindringen. Der Schmerz ist deshalb sehr gering. Der Umgang mit den Spritzen ist
sehr einfach erlernbar.

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Copyright © 2011 Dr. Gerald Schnürer,
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